Verkehrsunfall A6 am 26.08.2013


A 6/Walldorf. Zu dem schweren Verkehrsunfall, der sich um 18.15 Uhr auf der A 6 ereignete, gab die Autobahnpolizei Walldorf gegen 23.15 Uhr weitere Informationen bekannt.

Offenbar war der Fahrer eines Lastwagens in Richtung Autobahnkreuz Walldorf unterwegs, als er in Höhe des Parkplatzes Bucheneck erkannte, wie ein Schwerlastfahrzeug gerade aus diesem Parkplatz auf die Hauptfahrbahn auffahren wollte. Um dieses zu erleichtern, beabsichtigte der Fahrer des Zwölftonners auf die mittlere Spur zu wechseln und setzte den Blinker. Im gleichen Moment fuhr der Fahrer eines neunsitzigen Vito-Kleinbusses aus dem Rhein-Main-Gebiet auf der linken Fahrspur und wollte ebenfalls auf die mittlere Spur wechseln. Geistesgegenwärtig steuerten beide Fahrer entgegen, um eine Kollision zu vermeiden. Während der Fahrer des Zwölftonners sein Gefährt auf dem rechten Fahrstreifen wieder stabilisieren konnte, geriet der Kleinbus massiv ins Schleudern. Beim Gegensteuern brach das Heck aus, schleuderte nach rechts und prallte in die Leitplanke.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden zwei nicht-angeschnallte Mitfahrer aus dem Fahrzeug geschleudert, wo sie schwer verletzt im angrenzenden Grünstreifen liegen blieben. Der Vito prallte dann von der Leitplanke ab, schlitterte über die gesamte Fahrbahn und prallte links in die Betonwände, woraufhin der Vito umstürzte und auf der Fahrbahn seitlich liegen blieb.

Bereits wenig später war ein Großaufgebot von Rettungskräften vor Ort. Insgesamt drei Rettungshubschrauber, fünf Notärzte und fünf Krankenwagenbesatzungen versorgten die Opfer und verbrachten sie in umliegende Krankenhäuser.

Alle acht Insassen des Kleinbusses wurden verletzt, darunter fünf lebensgefährlich, zwei schwer und einer leicht. Die im Alter zwischen 28 und 57 Jahre alten Personen gehörten einem Bautrupp an, der offensichtlich auf dem Heimweg war.

Zur Bergung der Personen war außerdem die Feuerwehr Walldorf mit 21 Mann und ebenfalls fünf Fahrzeugen vor Ort eingesetzt. Die Autobahn Richtung Mannheim musste bis 20.30 Uhr voll gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von rund zehn Kilometern, der sich jedoch wieder rasch auflöste. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 16.000 Euro. Ein von der Staatsanwaltschaft Heidelberg beauftragter Sachverständiger soll nun die genauen Umstände klären. Quellen RNZ-pol/rl  

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